Feuerwehr Augst-Kaiseraugst

 
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Kaminbrand

 

Kaminbrand – die tickende Zeitbombe.

Wenn sich durch unvollständige Verbrennung abgelagerter Russ im Kamin entzündet, entsteht der sogenannte Russbrand, landläufig bekannt unter dem Namen Kaminbrand.
Beim Verfeuern von Holz erhöht sich das Risiko eines Kaminbrands, wenn nasses Holz oder ungeeignete Brennstoffe verheizt und durch unvollständige Verbrennung Russpartikel (Glanzruss oder Schmierruss) angesammelt werden. Auch bei zu groß ausgelegten Zentralheizungsöfen besteht diese Gefahr, da er bei nicht entnommener Energie die Luftzufuhr drosselt und daher die vollständige Verbrennung nicht möglich ist. Die Ablagerung der Russpartikel im Kamin wird auch durch einen zu geringen Luftstrom begünstigt, der u. a. durch einen zu kleinen Querschnitt des Kamins verursacht wird.

Ein Kaminbrand in Bildern:

 

 

         

Vorher: Glanzruss im Bereich obere Kamintüre

 

Kaminbrand in voller Ausdehnung

 

Aufblähen des Glanzrusses während des Kaminbrandes

         

 

kamin5

 

         

Glanzruss im Innern des Kamins

 

Die Farbe lässt auf eine Temperatur von ca. 800°C schliessen

 

Innenseite Kamin nach dem Ausbrennen und der Reinigung


Mögliche Auslöser eines Kaminbrandes:

  • starker Wind kann das Brandgut zu stark entfachen, so dass die Flammen viel höher schlagen als sonst
  • ungeeignetes Brandgut das für die Feuerstelle nicht vorgesehen ist
  • langflammiges Brandgut (z.B. Nadelhölzer) entfachen den Brand
  • falsche Grösse der Brennstücke
  • Sauerstoffmangel. Durch eine unvollkommene Verbrennung wird der Brennstoff im Brennraum
    nicht vollständig verbrannt. Die Nachverbrennung erfolgt dann im Kamin.

Woran erkennt man einen Kaminbrand?

  • Flammen lodern aus der Kaminmündung
  • starker Funkenflug ist zu beobachten
  • erhebliche Rauch- und Geruchsbelästigung
  • die Kaminsteine erwärmen sich – sie werden heiß!

Welche Massnahmen müssen getroffen werden?

In jedem Fall sollte die Feuerwehr und der zuständige Kaminfeger hinzugezogen werden!
Feuerwehr-Notruf Nr. 118/112

Ein Kaminbrand darf nicht mit Wasser gelöscht werden, da sich im Inneren sofort Wasserdampf bilden würde, der durch den schlagartigen Druckanstieg den Kamin schwer beschädigen, möglicherweise auch explodieren lassen kann.

Ein Kaminbrand entsteht, wenn sich der Russ im Kamin entzündet. Die Flammen steigen aus dem Kamin. Es besteht die Gefahr, dass sie das Dach in Brand setzen oder dass es durch die grosse Hitze im Kamin zu einem Brand im Gebäudeinnern kommt.  

Wie kann ich einen Kaminbrand verhindern?

  • Holz mindestens zwei Jahre trocken lagern.
  • Kamin rechtzeitig fachgerecht reinigen lassen.
  • Keine Haushaltabfälle und unerlaubtes Brennmaterial verbrennen.
  • Für genügend Frischluftzufuhr zur Heizanlage sorgen.

Brand nicht mit Wasser zu löschen versuchen. Wasser verdampft bei Erhitzung. Dadurch vergrössert sich sein Volumen um ein Vielfaches und es könnte ein grosser Druck entstehen der das Kamin zum Platzen bringt.